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ERNÄHRUNG + GESUNDHEIT ....


Lass deine Ernährung deine Medizin sein und deine Medizin deine Ernährung.

"Ob etwas Gift oder Heilmittel ist, bestimmt allein die Dosis." Hippokrates

Mit der Gesundheit ist es wie mit der Freiheit, man schätzt sie erst, wenn man sie verloren hat.



Der österreichische Ernährungsbericht 2008 (alle 5 Jahre)

ebericht
   
    Zusammenfassung - Die größten Fehler in unserer Ernährung

    Die österreichische Bevölkerung isst zu viel, zu süß, zu fett, zu salzig,
    zu wenig Ballaststoffe, zu viel Alkohol, zu viel Fleisch.
    Zu wenig Fisch, zu wenig Wasser, zu wenig Nährstoffe.
    Zu wenig Bewegung.

    Optimal ist die Eiweißversorgung und die gesamte Trinkmenge!



1. Die Gesamtenergiemenge
Der Gesamtenergieumsatz lag bei Männern bei durchschnittlich 3.050 kcal und bei Frauen bei durchschnittlich 2.150 kcal pro Tag. Insgesamt besteht bei österreichischen Erwachsenen ein nennenswertes Potenzial an Gesundheitsförderung durch eine Steigerung der körperlichen Aktivität.

2. Ernährungsassoziierte chronische Erkrankungen

Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen sind gemeinsam für 69% der Mortalität in Österreich verantwortlich.
Während bei den unter 40-Jährigen Unfälle die häufigste Todesursache sind, sind es bei den 40- bis 69-Jährigen Krebserkrankungen und bei den über 70-Jährigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Berechnungen zufolge leiden in Österreich rund 740.000 Personen ab einem Alter von 50 Jahren an Osteoporose.

3. Obst und Gemüse
Obst und Gemüse werden weiterhin zu wenig gegessen und sollte ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung sein, ungeachtet des Alters. Obwohl die Bedeutung den meisten Österreichern bewusst ist, zeigt sich in kaum einer Bevölkerungsgruppe eine zufriedenstellende Aufnahme. Lediglich die Frauen zwischen 18 und 65 Jahren erreichen im Durchschnitt die von der WHO empfohlenen 400 g/Tag.


4. Trinkverhalten der Österreicher und Bedeutung verschiedener Getränke
Wie sich aus einer erstmals bundesweit durchgeführten Erhebung zum Thema Getränkekonsum von österreichischen Erwachsenen unter besonderer Berücksichtigung des Leitungswassers ergibt, wird die täglich empfohlene Flüssigkeitsmenge von 1,2-1,5 l nicht nur erreicht, sondern in allen Altersgruppen überschritten.
Sogar ältere Personen kommen trotz einer geringeren Trinkmenge auf die nötige Flüssigkeitszufuhr. Die durchschnittliche Aufnahme beträgt 2,6 l für Frauen und 2,8 l für Männer inkl. Milch, Kaffee und alkoholischer Getränke. Ohne diese nehmen Frauen 2,1 l und Männer 2,0 l auf.

5. Verbesserung des Ernährungszustands der österreichischen Bevölkerung
Mit dem in Österreich vorhandenen Nahrungsangebot und den üblichen Ernährungsgewohnheiten kann der Bedarf an Nahrungsenergie und an nahezu allen Nährstoffen bei allen Bevölkerungsgruppen gedeckt werden.
Im Gegenteil, aufgrund des Überangebots an Speisen und Getränken und dem Mangel an Bewegung besteht hinsichtlich der Versorgung mit Nahrungsenergie und einigen Nährstoffen (z. B. Fett, Zucker, Natrium) sogar ein Überschuss. 

Trotzdem sind bestimmte Bevölkerungsgruppen aus verschiedenen Gründen einem erhöhten Risiko einer unzureichenden Nährstoffzufuhr ausgesetzt. Diese Gründe beinhalten z. B. erhöhten Nährstoffbedarf während der Schwangerschaft, hohe Anforderungen an die Nährstoffdichte bei jungen Frauen mit vorwiegend sitzendem Lebensstil oder älteren Menschen, aber auch „Mängel“ an Ernährungswissen und Ernährungsinformation.

In solchen Fällen stellt die Nährstoffanreicherung und/oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) eine mögliche Alternative zur Verbesserung des Ernährungsstatus dar.

6. Nährstoffanreicherung – effizient um den Ernährungsstatus zu verbessern?
In Österreich ist die freiwillige Nährstoffanreicherung größtenteils effektiv. Ein Nachteil der freiwilligen Nährstoffanreicherung ist, dass die angereicherten Lebensmittel meist teurer sind und eher von gesundheitsbewussten Personen konsumiert werden, die diese am wenigsten benötigen (=„inverse Nährstoffanreicherungshypothese“).
Ähnliches gilt für den Konsum von NEM.


7. 
Von A bis Omega – Nährstoffzufuhr aus Nahrungsergänzungsmittel

Rund 39 Prozent der österreichischen Erwachsenen konsumieren regelmäßig NEM.
Konsumenten (= Personen, die den jeweiligen Nährstoff in Form von NEM konsumiert haben) nahmen bei Vitamin A (nur Frauen), D, Folsäure und Niacin im Durchschnitt bereits bis zu 100% des entsprechenden Referenzwerts nur durch den Konsum von NEM auf.

Eine Gefahr der Überdosierung von Nährstoffen scheint durch den alleinigen Konsum von NEM nicht zu bestehen.

8. Risikonährstoffe - Mangel in Österreich
Vorgeschlagene Kategorien des Zufuhrniveaus an Mikronährstoffen bei der österreichischen Bevölkerung (bewertet auf Basis der D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr [DACH, 2000]) Zufuhrniveau gültig für Mikronährstoffe.

Risikonährstoffe (Kategorie 1)
Gesamtbevölkerung
Zu geringe Zufuhr an Folsäure, Vitamin D, Calcium; zu hohe Zufuhr an Natrium (über Kochsalz)

Schulkinder (6-15 J.) Jod
Schulkinder (13-15 J.) Vitamin A, Vitamin B1, B2, B6, Eisen, Kalium (Mädchen)

Frauen im gebärfähigen Alter: Eisen
Schwangere: Vitamin B6, Jod

75- bis 84-jährige Frauen: Vitamin B1
55- bis 84-jährige Männer: Vitamin A, Magnesium

Grenzwertig (Kategorie 2)
Schulkinder (10-15 J.): Zink (Buben)
Schwangere: Vitamine B1, B2, Zink

55- bis 84-jährige Frauen: Magnesium
55- bis 84-jährige Männer: Vitamin B6


Ausreichend (Kategorie 3)
Gesamtbevölkerung
Vitamin E, Vitamin C, Niacin, Biotin, Panthothensäure, Phosphor, Mangan, Kupfer

Noch nicht Österreichweit bewertet*
Gesamtbevölkerung Vitamin K, Fluorid, Selen.

9. Veränderung gegenüber 2003
Bei den Kindern hat sich die Aufnahme an den meisten Vitaminen und Mineralstoffen gegenüber 2003 verringert.
Auch bei den Erwachsenen und Senioren ist die Aufnahme vieler Mikronährstoffe wie Calcium und Eisen geringer.

10. Bestrahlung, Gentechnik, Nanotechnologie
Bei der Bestrahlung von Lebensmitteln handelt es sich um eine physikalische Behandlungsmethode, die primär der Haltbarkeitsverlängerung und Keimreduktion dient.

Die Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ist durch eine Reihe von europäischen Rechtsvorschriften geregelt. Die Kontrolle von Saatgut, Lebens- und Futtermittel in Österreich wird durch jährliche Probennahme- bzw. Aktionspläne sehr effizient durchgeführt. Bezüglich Gentechnik- Kennzeichnung wurde seit 2005 kein Lebensmittel beanstandet. Die Risikowahrnehmung ist durch eine große Ablehnung der österreichischen Bevölkerung hinsichtlich GVO in Lebensmitteln geprägt.

Neue Technologien, wie die „Nanotechnologie“ und „Cloning“ führen zu aktuellen Diskussion auf wissenschaftlicher Ebene. Dies betrifft nicht nur die technologischen Herausforderungen, sondern auch analytische Fragestellungen sowie die Fragen nach der Notwendigkeit neuer Test- und Risikobewertungsstrategien.
Materialien, die Nanopartikel enthalten, könnten bislang unbekannte Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt haben.



bmfg


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